Tennis-Return trainieren: So neutralisieren Sie starke Aufschläge

Un jeune homme s’entraîne à retourner un service puissant sur un court de tennis extérieur.

Ein guter Return nimmt dem Aufschläger sofort den Vorteil. Dafür brauchen Sie keinen harten Winner, sondern einen frühen Treffpunkt, stabile Beinarbeit und eine klare Zielzone. Wer den Ball kontrolliert ins Feld bringt, eröffnet den Ballwechsel auf Augenhöhe.

Beim Tennis-Return trainieren zählt die Reihenfolge: Aufschlag lesen, Split Step setzen, kurz ausholen und durch den Ball führen. Dieses Muster funktioniert gegen flache, schnelle und drallreiche Aufschläge. Trainieren Sie es zuerst ohne Punktdruck, dann mit konkreten Aufgaben.

Die passende Return-Position finden

Die Grundposition richtet sich nach Tempo, Platzbelag und dem zweiten oder ersten Aufschlag. Gegen einen schnellen ersten Aufschlag stehen viele Spieler ein bis zwei Meter hinter der Grundlinie. Gegen den zweiten Aufschlag rücken sie weiter vor und nehmen den Ball früher.

Bleiben Sie dabei nicht starr. Beobachten Sie, wo der Gegner aufschlägt und wie hoch der Ball abspringt. Auf Sand kann ein Kick-Aufschlag deutlich höher steigen; auf schnellen Hartplätzen verkürzt ein flacher Aufschlag Ihre Reaktionszeit.

AufschlagPositionReturn-Ziel
Schneller erster AufschlagHinter der GrundlinieTief durch die Mitte oder cross
Zweiter Aufschlag mit SpinAn oder vor der GrundlinieFrüh und druckvoll in die freie Ecke
Kick nach außenSeitlich angepasstCross zurückspielen

Split Step und erster Schritt: Reaktion beginnt vor dem Schlag

Der Split Step ist ein kleiner Aktivierungssprung auf den Fußballen. Landen Sie ungefähr in dem Moment, in dem der Gegner den Ball trifft. Ihre Beine sind dann gespannt und können sofort in beide Richtungen arbeiten.

Nach der Landung folgt ein kurzer erster Schritt zum Ball. Große Schritte kosten Zeit und verschieben den Treffpunkt nach hinten. Übungen für schnellere Tennis-Beinarbeit helfen, den Körper rechtzeitig hinter den Return zu bringen.

Kurze Ausholbewegung, fester Treffpunkt

Beim Return bleibt die Ausholbewegung kompakt. Drehen Sie Schulter und Hüfte leicht ein, nehmen Sie den Schläger früh vor den Körper und führen Sie ihn stabil nach vorn. Gegen viel Tempo liefert der Aufschlag bereits genug Energie.

Treffen Sie den Ball möglichst vor dem vorderen Fuß. Ein zu später Treffpunkt führt häufig zu einem offenen Schlägerblatt und einem hohen, kurzen Ball. Halten Sie den Griff locker genug für Gefühl, stabil genug für einen ruhigen Schlägerkopf.

Rückhand-Return sicher lösen

Viele Spieler nutzen bei einer beidhändigen Rückhand beide Hände aktiv und blocken schnelle Aufschläge kontrolliert zurück. Die vordere Schulter zeigt dabei früh zur Flugbahn. Der Schlägerweg bleibt kurz, der Ausschlag endet ungefähr in Richtung Ziel.

Mit einhändiger Rückhand hilft ein klarer Schritt zum Ball. Gegen sehr schnelle Aufschläge ist ein Slice-Return eine sichere Variante: Das Schlägerblatt bleibt leicht offen und der Ball fliegt flach zurück. Spielen Sie ihn bewusst tief, statt ihn zu stark anzuschneiden.

Return-Ziele, die im Match funktionieren

Der aggressive Linienreturn gelingt, braucht aber ein gutes Timing. Für viele Spielstände ist der Return durch die Mitte die bessere Wahl. Er senkt den Winkel für den Gegner und erschwert dessen ersten Angriffsschlag.

  • Beim ersten Aufschlag: tief, sicher und meist in die Mitte oder cross.
  • Beim zweiten Aufschlag: einen Schritt vor, früh treffen und gezielt Druck machen.
  • Beim Aufschlag nach außen: die freie Seite schützen und bevorzugt cross retournieren.
  • Beim Körperaufschlag: seitlich ausweichen oder kompakt vor dem Körper blocken.

Wählen Sie vor jedem Return eine einfache Aufgabe, etwa „fünf Returns ins Feld“ oder „jeden zweiten Aufschlag früh nehmen“. Das verhindert planlose Risikoschläge. Im Doppel ist der Return durch die Mitte besonders nützlich, weil er den gegnerischen Netzspieler schwerer einbinden lässt.

Drei Übungen zum Tennis-Return trainieren

  1. Split-Step-Serie: Ein Trainingspartner schlägt zehn Aufschläge in festgelegte Felder. Sie zählen nur dann einen Punkt, wenn Ihr Split Step rechtzeitig landet und der Return im Aufschlagfeld landet.
  2. Zielzonen-Return: Markieren Sie mit Hütchen eine Zone hinter der gegnerischen T-Linie. Retournieren Sie zwölf Bälle pro Seite dorthin. Zählen Sie Tiefe und Kontrolle, nicht Schlaghärte.
  3. Zweiter-Aufschlag-Angriff: Der Partner spielt hohe zweite Aufschläge mit Spin. Starten Sie nahe der Grundlinie und spielen Sie den Return lang cross. Nach dem Return wird der Punkt ausgespielt.

Planen Sie pro Einheit 15 bis 20 Minuten Returntraining ein. Wechseln Sie Vorhand und Rückhand, erste und zweite Aufschläge sowie beide Seiten des Einstand- und Vorteilfelds. Ein Spieler mit guter Aufschlagtechnik liefert dafür verlässliche Bälle; auch Übungen zum Tennis-Aufschlag verbessern ergänzen das Partnertraining sinnvoll.

Tennis-Return trainieren: So wird daraus ein Punktgewinn

Bewerten Sie einen Return nicht allein danach, ob er spektakulär aussieht. Ein tiefer Ball mit geringer Fehlerquote zwingt den Aufschläger zu einem schwierigen ersten Grundschlag. Notieren Sie nach dem Match, welche Aufschlagart Ihnen Probleme bereitet hat, und bauen Sie genau diese Situation in die nächste Einheit ein.

Fortschritt zeigt sich an drei Punkten: Sie reagieren früher, treffen den Ball weiter vorn und bringen mehr Returns tief ins Feld. Mit einer festen Position, gutem Split Step und klaren Zielzonen neutralisieren Sie auch starke Aufschläge zunehmend zuverlässig.

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